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Begeisterung für den Job, Liebe zur Region und eine bittere Erfahrung

Elisabeth Uhligs Weg in den Vorstand der Sparkasse Osnabrück

21.09.2026

Aus dem Leistungssport in die Führungsetage an der Wittekindstraße: Der Weg von Elisabeth Uhlig zeigt, warum Lebensqualität, echte Chancengleichheit und beruflicher Gestaltungsspielraum in Osnabrück perfekt harmonieren.

Eine lächelnde Frau mit hochgesteckten Haaren und weißer Bluse steht im Portrait vor einer großen, roten Sparkassenschwein-Figur.

Wenn Elisabeth Uhlig morgens ihren Arbeitsplatz an der Wittekindstraße erreicht, hat sie bereits elf Kilometer frische Luft hinter sich. Die passionierte Fahrradfahrerin legt den Weg aus Georgsmarienhütte stets auf dem Trekkingbike zurück – bei jedem Wetter. Generell schätzt sie die Wege in Osnabrück: „Mit dem Fahrrad ist man hier überall mit einem Schnips. Man kann auf die Minute kalkulieren, wo ich wann bin“, sagt sie schmunzelnd.

Elisabeth Uhlig liebt die Bewegung. Der Sport war es schließlich auch, der sie einst nach Osnabrück führte. Um als erfolgreiche Judoka am Landesstützpunkt bei den Judo Crocodiles ihrem Trainingsort näher zu sein, zog sie in der 11. Klasse von Ibbenbüren in eine WG am Westerberg. Es folgte eine beeindruckende Karriere. Dann stoppte ein Kreuzbandriss die mehrmalige Deutsche Meisterin – kurz vor Olympia 2012. Ihr Traum vom Start bei den Spielen platze. „Das hat ein kleines Lebenswerk zerstört“, sagt sie rückblickend. „Aber es war eine der größten Lehren meines Lebens.“

Eine lächelnde Frau im hellen Hemd steht in einem modernen Bürogebäude neben einer Wand mit dem Schriftzug: Wir gestalten gemeinsam.
Eine lächelnde Frau mit hochgesteckten Haaren und weißer Bluse stützt sich mit beiden Händen auf ihren Glasschreibtisch im Büro.

Entscheidung für Osnabrück

Durch diesen Schicksalsschlag lernte Elisabeth Uhlig, mehr auf den eigenen Körper zu hören. Und sie lernte sich selbst besser kennen. Für sie steht heute fest: Wäre ihre sportliche Karriere anders verlaufen, wäre sie nicht da, wo sie jetzt ist: im Vorstand der Sparkasse Osnabrück. 

Nach dem Studium war Elisabeth Uhlig zunächst in einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig, legte ihre Examina als Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin ab. Als der Wunsch wuchs, intensiv an strategischen Projekten zu arbeiten, stand sie vor der Wahl: Frankfurt oder Osnabrück. Für sie ganz klar: „Ich wollte unbedingt in Osnabrück arbeiten.“

Ein runder Tisch mit Bedeutung

Deshalb erinnert sie sich noch heute gern an ihren Start bei der Sparkasse Osnabrück. Ein Schlüsselmoment war das Gespräch mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Johannes Hartig an dem großen, runden Tisch in dessen Büro. Ihr wurde sofort klar, dass sie hier strategisch mitgestalten konnte. Ein Job, wie sie sich ihn gewünscht hatte.

Ein Jahr später Jahr saß sie wieder an dem Tisch, um ihre Schwangerschaft zu verkünden – mit einem leicht schlechten Gewissen, weil sie erst seit so kurzer Zeit im Institut war. Die Führungsebene begegnete ihr jedoch mit uneingeschränktem Rückenwind. Und auch die Personalabteilung hatte eine klare Haltung: Wenn wir es nicht schaffen, Schwangerschaften und Auszeiten in Führungspositionen abzubilden, wer soll es dann schaffen? Wir kriegen das hin. „Dafür bin ich bis heute dankbar“, sagt Elisabeth Uhlig.

Eine lächelnde Frau mit hochgestecktem Haar und weißer Bluse sitzt an einem Holztisch vor einer grünen Wand mit rotem Kunstwerk.

An diesem runden Tisch schloss sich nun schließlich ein beeindruckender Kreis: Letztes Jahr saß sie wieder Mal dort, als klar wurde, dass sie den vakanten Vorstandsposten erhält. Mit ihr gehört nun neben Fabian Wikler und André Schüller wieder eine Frau ins Führungs-Trio. Ob das Geschlecht eine entscheidende Rolle spielt? Nicht vorrangig, sagt sie. Was für sie wirklich zählt, ist der Blick aufs Ganze: „Woran ich wirklich aus tiefstem Herzen glaube, ist, dass eine Erfolgskomponente Diversität ist. Unsere Kunden sind das Abbild der Gesellschaft und es fällt einfach leichter sich in die Rolle der Kundinnen und Kunden zu versetzen, wenn man das abbildet.“

Weg in den Vorstand: Immer nah am Menschen

Ihre Nähe zu den Menschen hat Elisabeth Uhlig bei der Sparkasse Osnabrück von Beginn an geprägt. In ihrer bisherigen Zeit im Haus sammelte sie reichlich Erfahrung in der Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren. Nach Jahren in der Wirtschaftsprüfungsbranche mit riesigen Konzernen schätzte sie den persönlichen Austausch vor Ort sofort: „Das ist das Charmante an Osnabrück. Du begegnest Menschen, auch immer wieder.“ Gleichzeitig erlebt sie die Stadt als groß genug, sodass man nicht in jedem Meeting den gleichen Gesichtern begegnet.

Der Mittelstand der Region ist für sie ein faszinierender Wirtschaftsmotor: „Wir sind ein wirklich starker Wirtschaftsraum. Wir sehen viele Zahlen tagtäglich und da erleben wir, dass Osnabrück und die Region hervorsticht. Wir haben ein richtig starkes Firmenkundengeschäft und davon profitieren wir Menschen, die hier in der Region leben.“

Eine lächelnde Frau steht neben einer großen roten Sparkassenschwein-Figur und einem Banner mit der Aufschrift Herzlich willkommen!

Mit Leidenschaft und Haltung: Blick nach vorn

Nach einem langen Auswahlverfahren und der BaFin-Qualifikation startet sie ab dem 1. Oktober offiziell in ihre neuen Aufgaben. Die Begeisterung dafür ist groß, selbst wenn es um komplexe Regulatorik geht: „Ich liebe es, mich dadurch zu fuchsen. Wenn alles ineinandergreift, denke ich: Boah, toller Tag heute.“ Sie sieht das Haus gut aufgestellt und möchte auf diesem starken Fundament die Zukunftsthemen angehen – von KI bis zu Arbeitsbedingungen. Ihre Haltung bleibt dabei klar und bodenständig: „Es erfüllt mich mit Demut, dass ich hier arbeiten darf und die Verantwortung habe für unsere Kundinnen, Kunden und Mitarbeitenden.“

Wenn Elisabeth Uhlig nach einem intensiven Arbeitstag das Hauptgebäude verlässt und auf ihr Trekkingbike steigt, genießt sie die elf Kilometer lange Fahrt. Der Weg nach Hause ist ihr tägliches Ritual, um zu entspannen – ein Ausdruck purer Lebensqualität. Für sie, die bereits in Weltmetropolen gewohnt und viele Städte gesehen hat, steht das Fazit fest: „Für mich ist Osnabrück und die Region Osnabrück die lebenswerteste Region dieser Welt bislang.“

Es geht aus meiner Sicht nicht besser, als in dieser Region zu leben.

Elisabeth Uhlig

3 aus 49

Elisabeth Uhlig hat aus 49 Fragen rund um Osnabrück 3 Stück gezogen. Das sind ihre Antworten:

Innovation oder Tradition? „Oh, das ist schwer. Ich bin immer dafür, Bewährtes zu behalten, aber ansonsten eher Innovation.“

Welcher ist dein Lieblingsstadtteil in Osnabrück? „Die Wüste, finde ich tatsächlich sehr schön. Das liegt sicherlich auch daran, dass ich als Student und in den Anfangszeiten da gewohnt habe.“

Vervollständige bitte den Satz: Der Begriff Friedensstadt … „den verbinde ich direkt mit einem Steckenpferd und dem Steckenpferdreiten.“