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Nachhaltig leben

Nachhaltigkeit in Osnabrück

Panoramafoto von alten Gebäuden auf dem Osnabrücker Marktplatz.

Osnabrücker Alltag

Nachhaltigkeit gehört in Osnabrück zum Alltag. Sie zeigt sich beim Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad, beim Einkauf auf dem Wochenmarkt, beim Spaziergang entlang der Hase oder in Wohnquartieren, die Energie sparen und Lebensqualität schaffen.

Wer neu nach Osnabrück kommt, merkt schnell: Stadt und Natur liegen nah beieinander. Viele Wege lassen sich bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, grüne Erholungsräume sind schnell erreichbar und regionale Angebote gehören ganz selbstverständlich zum Stadtleben.

Nachhaltig leben bedeutet hier nicht, den Alltag komplizierter zu machen. Es sind viele kleine Dinge, die zusammenwirken: kurze Wege, viel Natur, engagierte Kleinunternehmen und Produzent:innen von hier, die ihre Region mitgestalten. Dass Osnabrück 2020 als „nachhaltigste Großstadt Deutschlands“ ausgezeichnet wurde, passt zu dem, was viele Menschen hier täglich erleben.

Kurze Wege, viel Grün: Nachhaltigkeit, die man erlebt

In Osnabrück muss man sich nicht zwischen Stadtleben und Natur entscheiden. Beides gehört zusammen. Viele Wege lassen sich bequem mit dem Fahrrad zurücklegen, und wer nach Feierabend raus ins Grüne möchte, ist oft in wenigen Minuten dort.

Vogelperspektive auf eine historische Stadt mit rotdachigen Gebäuden, einem Dom, vielen Bäumen und einem Flusslauf.
Spaziergänger auf einem von dichtem Grün und Bäumen gesäumten Weg entlang eines ruhigen Flusses.

Ein Beispiel dafür ist der Haseuferweg. Direkt an der Innenstadt beginnt eine grüne Verbindung entlang des Flusses, die zum Spazierengehen, Joggen oder einer kleinen Pause im Alltag einlädt. Der Weg führt weiter durch verschiedene Stadtbereiche bis Richtung Kanal und zeigt, wie eng Stadt und Landschaft in Osnabrück miteinander verbunden sind.

Noch weiter reicht das Netz der Grünen Finger. Diese Landschaftsräume ziehen sich wie grüne Korridore in die Stadt hinein. Wiesen, Wälder, Gewässer und landwirtschaftliche Flächen schaffen Erholungsorte, verbessern das Stadtklima und machen Natur zu einem Teil des täglichen Lebens.

Mehr Informationen zu den Grünen Fingern gibt es auf nachhaltig.osnabrueck.de

Auch für Unternehmen spielt Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Die WFO Wirtschaftsförderung Osnabrück unterstützt Betriebe dabei, zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln und nachhaltiges Wirtschaften weiter voranzubringen.

„Osnabrück macht ein nachhaltiges Leben möglich. Bei bestehenden Initiativen kann man sich engagieren, es gibt eine große Bandbreite an regionalen Produkten, viele Orte bieten Erholung im Grünen und Wege kann man mit dem Fahrrad zurücklegen.“

Marie, WFO

Nachhaltig wohnen: Zukunft bauen und zuhause sein

Nachhaltigkeit beginnt dort, wo der Alltag stattfindet: zuhause. In Osnabrück wird deshalb daran gearbeitet, Wohnraum energieeffizient, zukunftsfähig und lebenswert zu gestalten.

Bei städtischen Neubauten setzt Osnabrück bereits seit 2011 auf den Passivhausstandard. Auch bei neuen Wohngebieten spielen ökologische Aspekte eine wichtige Rolle – von der Energieeffizienz bis zur Gestaltung des Umfelds.

Ein Beispiel dafür ist das Wohnprojekt Urban Living an der Kokschen Straße. Hier verbindet sich sozialer Wohnungsbau mit energieeffizienter Bauweise, einer Solaranlage und modernen Formen des Zusammenlebens.

Wer bauen, modernisieren oder sich über neue Wohnformen informieren möchte, findet auf Bauen & Wohnen der Stadt Osnabrück Informationen zu Baugebieten, energetischer Sanierung und gemeinschaftlichem Wohnen.

Auch kleine Veränderungen machen die Stadt grüner. Mit „Grün statt Grau“ unterstützt Osnabrück mehr Begrünung an Gebäuden. Das Solarpotenzialkataster zeigt außerdem, welche Dächer sich für die Nutzung von Sonnenenergie eignen. Die in Osnabrück entwickelte Lösung wird inzwischen von mehr als 400 Kommunen deutschlandweit genutzt.

Menschen kaufen an bunden Marktständen auf einem gepflasterten Platz vor einem großen Kirchturm ein.

Regional einkaufen und genießen

Nachhaltiger Konsum beginnt oft mit der Frage: Woher kommen die Dinge, die wir kaufen? In Osnabrück gibt es viele Möglichkeiten, regionale Anbieterinnen und Anbieter kennenzulernen und bewusster einzukaufen.

Wochenmärkte gehören in Osnabrück zum Stadtleben. Hier trifft man auf regionale Produkte, persönliche Gespräche und die Menschen hinter den Angeboten. Ob mitten in der Altstadt am Domhof, mit Fußballkulisse im Schinkel oder in den verschiedenen Stadtteilen: Jeder Markt hat seinen eigenen Charakter und zeigt, wie vielfältig regionales Einkaufen in Osnabrück ist.

Eine Übersicht aller aktuellen Märkte, Marktbeschicker und Informationen rund um die Wochenmärkte gibt es auf wochenmarkt-osnabrueck.de.

Dienstags
Dodesheide
Lerchenstraße / Einmündung Reinhold-Tiling-Weg
08:00–13:00 Uhr

Mittwochs
Schinkel
Hannes Haferkamp Platz statt (Parkplatz VFL Stadion
08:00–13:00 Uhr

Donnerstags
Innenstadt
An der Katharinenkirche
08:00–13:00 Uhr

Freitags
Schölerberg
Am Riedenbach
08:00–13:00 Uhr

Samstags
Altstadt
Domhof
08:00–14:00 Uhr

Von Juni bis Oktober ergänzt der Abendmarkt auf dem Domvorplatz das Angebot. Regionale Produkte, kulinarische Stände und Musik machen ihn zu einem besonderen Treffpunkt nach Feierabend. Mit dabei sind auch regelmäßig kleine Produzentinnen und Produzenten aus dem Netzwerk „von hier, die ihre regionalen Produkte direkt vor Ort anbieten, zum Beispiel Rawry, die gesunde Desserts im Glas anbieten.

Das Netzwerk von hier bringt regionale Anbietende zusammen und macht sichtbar, wie vielfältig Wirtschaft vor Ort ist. Dazu gehören Produkte, der Handel sowie Gastronomiebetriebe, die durch deren Vielfalt die Region stärken.

Wer bei diesen Betrieben einkauft oder regionale Angebote nutzt, unterstützt die Menschen hinter den Produkten und stärkt die Wertschöpfung in der Region.

Wer regionale Lebensmittel direkt vom Erzeuger kaufen möchte, findet in und um Osnabrück verschiedene Hofläden und Direktvermarkter, zum Beispiel:

  • Hof Kolkmeier: Hofladen mit Produkten aus eigener Herstellung und aus der Region
  • Hof Thiesing: Hofladenautomat mit hausgemachten Produkten und saisonalen Erzeugnissen
  • Hofladen Massmann: regionale Produkte wie Gemüse, Eier, Fleisch, Milchprodukte und weitere Spezialitäten
  • Schlehbaumhof: Hofladen mit eigenen Produkten und regionalen Angeboten
  • Hof Künne: regionale Öle und Spezialitäten aus eigener Herstellung

Nachhaltiger Konsum bedeutet in Osnabrück aber nicht nur regional einzukaufen. Auch faire Produktionsbedingungen spielen eine wichtige Rolle: Seit 2010 ist Osnabrück Fairtrade Town. Zahlreiche Geschäfte, Gastronomiebetriebe und weitere Einrichtungen bieten fair gehandelte Produkte an und zeigen, wie globale Verantwortung Teil des lokalen Alltags werden kann.

Auch Kleidung wird nachhaltiger gedacht: Im „Hejhoch2“ bekommen Kleidungsstücke ein zweites Leben. Der Second-Hand-Laden zeigt, dass bewusster Konsum auch bei Mode möglich ist durch Weitergeben, Wiederentdecken und einen neuen Blick auf vorhandene Ressourcen.

Nachhaltige Forschung: Zukunft entsteht in Osnabrück

Nachhaltigkeit ist in Osnabrück nicht nur im Alltag sichtbar, sondern auch in Wissenschaft, Wirtschaft und Innovation. Forschungseinrichtungen und Unternehmen arbeiten gemeinsam an Lösungen für die Herausforderungen von morgen.

Mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat eine der größten Umweltstiftungen Deutschlands ihren Sitz in Osnabrück. Sie fördert innovative Projekte rund um Umwelt- und Naturschutz und schafft mit dem Zentrum für Umweltkommunikation Raum für Austausch und Wissenstransfer.

Beispiele wie der Forschungsverbund agri:change an der Hochschule Osnabrück, der nachhaltige Lösungen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft entwickelt und das Projekt „Inner Growth for Sustainability Transformation an der Universität Osnabrück, das sich mit nachhaltigem Denken und Handeln in Gesellschaft und Wirtschaft beschäftigt, zeigen, wie in Osnabrück an konkreten Lösungen für eine nachhaltige Zukunft gearbeitet wird.

Das Besondere: In Osnabrück bleiben Forschung und Praxis eng verbunden. Hochschule, Universität, DBU und regionale Unternehmen arbeiten gemeinsam daran, aus Ideen Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln.

Ansprechpartnerin:
Nachhaltigkeit, Strategie & Transformation

Porträt von Marie-Theres Lohmann

Marie-Theres Lohmann

Netzwerk regionale Produzent:innen und Händler:innen

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