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Hauptstadt des Blues in Deutschland

Traditionsreiche Blues Session mit internationaler Strahlkraft

25.03.2021

Immer montags hat Osnabrück den Blues – und zwar auf höchstem Niveau! Denn der wöchentliche Blue Monday Jam in der Lagerhalle zieht Musiker und Publikum nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern aus der ganzen Republik an und lockt mitunter auch echte internationale Stars der Bluesszene in die Friedensstadt. Ein echter Star der deutschen Bluesbranche ist zweifelsohne Todor „Tosho“ Todorovic, seit 45 Jahren Bandleader der Osnabrücker Blues Company. Er stellt in seinem folgenden Beitrag diese Osnabrücker Kult-Institution vor.

Nahaufnahme eines Sängers und Gitarristen auf einer Konzertbühne im bunten Scheinwerferlicht.

Immer montags hat wird die Friedensstadt zur Blues-City! Foto: Jürgen Achten

Seit über 30 Jahren gibt es eine hochkarätige Bluessession in Osnabrück. Zuerst in der Kneipe „Schwarzes Schaf“, dann im „Pink Piano“ und nach deren Schließung im Kulturzentrum „Lagerhalle“.

Initiiert vom Pianisten Christian Rannenberg und dem – inzwischen leider verstorbenen – Saxofonisten Gary Wiggins trafen und treffen sich jeden Montagabend Blues Enthusiasten um gemeinsam Blues zu spielen, aber auch um sich auszutauschen. Von Jung bis Alt, Amateur bis Profi, alles bunt gemischt und ohne vorher zu proben, werden Klassiker der Bluesmusik „gejamt“!

Vierköpfige Männerband posiert lächelnd mit Gitarre und Saxophon an und auf einem schwarzen Flügel vor dunklem Vorhang.

Auf dieser Session sind viele junge Osnabrücker Musiker, u.a. Jimmy Reiter, Kai Strauss, Tommy Schneller, Jürgen Wieching – Saxofonist der Liverpooler Band Supercharge – Fabian Fritz und Andre Werkmeister von der Hildesheimer Bluesband Bluesshacks, vom Blues „infiziert“ worden und sind Berufsmusiker geworden.

Die Stammbesetzung sorgt beim Blue Monday Jam dafür, dass in jedem Fall gejamt werden kann. Foto: Manfred Pollert

Einige von Ihnen spielen diese Musik inzwischen Europaweit und haben viele Tonträger aufgenommen, die zum Teil hochkarätige Preise bekommen haben – zum Beispiel den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und andere.

Nicht nur unter Blues-Fans eine feste Größe im Kulturbetrieb: Die Lagerhalle Osnabrück sorgt auch jenseits des Blues‘ für ein hochkarätiges Programm. Foto: Dirk Egelkamp

Außenansicht des Kulturzentrums „Lagerhalle“ bei Dämmerung mit beleuchtetem, großem blauen Eingangstor und Fahrrädern an der Hauswand.

Die Session zieht inzwischen nicht nur Musiker aus dem Dreieck Osnabrück-Bielefeld-Münster an, sondern hat auch dazu geführt das viele US-Amerikanische Bluesprofis hier ihren Wohnsitz genommen haben bzw. hatten (Big Bones, Angela Brown, Memo Gonzalez, Frank Biner, Kelly Rucker, Doug Jay, Gregg Barrett, um nur Einige zu nennen).

Deswegen hat Osnabrück ganz zu Recht den Beinamen „Hauptstadt des Blues in Deutschland“ bekommen!

Reinhören: Blue Moday Jam mit Tosho Todorovic

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